Kaltwassererzeuger bewusst auslegen

Energieoptimiertes Klimatisieren durch geschickte Auswahl

Seitdem der Volllastwirkungsgrad nicht mehr „die“ Kennzahl eines Kaltwassererzeugers ist, findet die Auswahl der Geräte deutlich bewusster statt. Doch auch zwei Jahre nach Einführen der praxisnäheren ESEER (European Seasonal Energy Efficiency Ratio) steckt noch Optimierungspotential in dem Thema. Hersteller reagieren mit effizienteren Systemen auf Kundenwünsche nach sparsamen Maschinen, und Planer sowie Gebäudebetreiber können das eine oder andere Prozent Energieersparnis durch die bedarfsgerechte Auswahl erreichen – angesichts steigender Energiepreise ein wirtschaftlicher Vorteil mit wachsender Wirkung.

Früher war die EER (Energy Efficiency Ratio; Nennkälteleistung / elektrische Leistungsaufnahme) das Maß der Dinge, wenn es um die Energieeffizienz eines elektrisch betriebenen, luft- oder wassergekühlten Kaltwassererzeugers ging. Doch spätestens mit Einführung der ESEER (European Seasonal Energy Efficiency Ratio) in 2006 ist der Volllastwirkungsgrad in den Hintergrund getreten. Mit gutem Grund, denn europäische Studien ergaben, dass der Volllastfall nur in 1,4 % der Betriebszeit erreicht wird. US-amerikanische Quellen gehen sogar davon aus, dass den Geräten im Durchschnitt nicht einmal 0,5 %...

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